Die natürlichen Inhaltsstoffe von Pflasterklinkern

Pflasterklinker werden aus einer komplexen Mischung verschiedener Tonsorten, Sand und anderer Hilfsstoffe hergestellt. Alle unsere Rohstoffe sind natürlichen Ursprungs, und der Ton wird oft vor Ort abgebaut. Das macht unsere Produkte so nachhaltig.

Flusston aus der Region

Viele unserer Pflasterklinker bestehen zu einem Großteil aus Flusston, der vor Ort abgebaut wurde. Flusston besteht aus Lehm, Sand und organischen Materialien, die Flüsse aus den Bergen mitführen und in den niedriger liegenden Deltas absetzen. Der Flusston für unsere Pflasterklinker wird in den Uferwiesen abgebaut, die oft in der Nähe unserer Fabriken liegen. Da der von uns verwendete Ton vor Ort abgebaut wird, sind die Auswirkungen der Transporte auf die Umwelt gering. Außerdem wird Flusston offiziell als erneuerbarer Rohstoff eingestuft. Ein Fluss setzt jedes Jahr eine neue Tonschicht ab. Flusston ist also sehr nachhaltig. Typisch für Flusston ist, dass er weniger rein ist. Er wird auch als Sekundärton bezeichnet. Er enthält relativ viel Sand, und die Zusammensetzung variiert mitunter. Daher ist Flusston nicht so stabil wie Primärton.

Flusston aus der Region

Primärton

Um hochwertige Klinker herzustellen, die die Marktanforderungen erfüllen, verwenden wir auch Primärton. Dieser Ton ist vor mehr als einer Million Jahren entstanden und findet sich im Boden von unter anderem deutschen Regionen wie Westerwald und Oberlausitz. Primärton ist sehr rein, hat einen hohen Lehmgehalt und enthält fast keinen Sand. Er ist vergleichbar mit Porzellanton, aus dem Geschirr hergestellt wird. Der Ton für unsere Fabrik in der Oberlausitz wird größtenteils in Gruben in einem Radius von 15 km um die Fabrik gewonnen. Nach der Gewinnung des Tons entsteht oft neue Natur. Kennzeichnend für Primärton ist unter anderem die hohe Feuerstabilität im Ofen. 

Lava und Schamotte

Die von uns verwendeten Tonsorten sind zu fetthaltig, um sie ohne Zusatzstoffe verwenden zu können. Mit anderen Worten: Die Tonmischung ist nicht plastisch genug, um daraus Steine formen zu können. Daher reichern wir den Ton mit Lava und Schamotte an. 

Lava ist ein träges Material, das in der deutschen Eifel abgebaut wird. Die gewonnenen Lavabrocken werden gemahlen und ausgesiebt. Da Lava „bereits gebrannt ist“, braucht sie keinen Quarzsprung. Lava verbessert das Brenn-, aber auch das Trockenverhalten. Sie verleiht den geformten Steinen eine offene Struktur, damit sie vom Kern aus gleichmäßig nach außen hin trocknen können.

Schamotte ist gemahlener Ziegel, ein Restprodukt aus unserem Produktionsprozess. Die Korngröße entspricht der von Sand. Schamotte ist genau wie Lava bereits einmal gebrannt und dehnt sich daher beim Erhitzen nicht aus. Lehm dagegen dehnt sich beim Brennen aus. Wenn die Temperatur während des Brennprozesses zu schnell steigt oder sinkt, können Pflasterklinker brechen. Wenn Schamotte oder Lava zur Tonmischung hinzugefügt wird, gibt es weniger Bruch. 

Lava und Schamotte

Formback- und Strangpress-Verblender

Für unsere Formback- und Strangpress-Pflasterklinker verwenden wir unterschiedliche Rezepturen. Die Tonmischung der Strangpress-Verblender besteht größtenteils aus Primärton. Um für Strangpress-Verblender einen hochwertigen Strang extrudieren zu können, wird ein fetthaltiger und trockener Ton benötigt. Ansonsten wurde der Strang in sich zusammenfallen.

Die Rezeptur für die Formback-Verblender enthält größtenteils Flusston. Flusston enthält mehr Feuchtigkeit, Sand und andere Mineralien. Das ist logisch angesichts des Weges, den die Tonpartikel zurücklegen, bevor sie sich im Flussdelta der Niederlande absetzen. Dank des höheren Feuchtigkeitsgehaltes kann der Ton einfacher in die Formback hinein- und wieder herausgedrückt werden. Frisch geformte Formback-Verblender sind wesentlich „weicher“ und lassen sich leichter kneten als frisch geformte Strangpress-Verblender.   

Oft ist es eine kulturhistorische Frage, welcher Steintyp im Straßenbild eines Landes oder einer Region am meisten verbreitet ist. In den Niederlanden werden seit jeher hauptsächlich Formback-Pflasterklinker verwendet, in Deutschland Strangpress-Verblender. Grund dafür sind die Rohstoffe, die vor Ort vorhanden sind. Im Flussdelta der Niederlande findet sich vor allem Flusston, in Deutschland häuft primärer Grubenton.  

Alles über Pflasterklinkersorten

Ton und Farben

Ton ist ein wichtiger Faktor für Farbe der Steine. Wenn der Ton einen hohen Eisengehalt hat, erhalten die Steine nach dem Brennen eine rote Farbe. Kalk sorgt für eine eher gelbe Färbung. Auch der Tontyp ist für die Farbe wichtig. Zum Beispiel sorgt ein hoher Anteil an Primärton für kräftigere Farben. Bei bestimmten Farben fügen wir natürliche Mineralien hinzu, zum Beispiel Manganoxid.

Bei besandeten Steinen entscheidet auch die Sandfarbe über das Aussehen. Und schließlich spielen die Bedingungen im Ofen noch eine Rolle. Die Temperatur, die Heizkurve, die Stapelweise der Steine auf den Ofenwagen und der Sauerstoffgehalt im Ofen wirken sich auf die Farbe und die Farbnuancen aus. Außerdem können Sie jederzeit einen eigenen Farbton entwickeln, indem Sie mischen

Entdecken Sie die Farbpalette

Ton und Farben

Qualitätskontrolle

Die Qualität unserer Pflasterklinker steht und fällt mit den richtigen Mischverhältnissen. Daher lassen wir unsere Tonmischungen täglich von unabhängigen Experten und Stellen überprüfen. Sie messen den Lehmgehalt, das Verhältnis zwischen grobem und feinem Sand sowie die Menge an Eisen, Kalk und organischen Stoffen. So können wir Anpassungen vornehmen und die Rezeptur perfektionieren.

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