Vandersanden

“Mit Verbindungen und Tatendrang, können Sie Brücken bauen.”

Joost Callens

Projektentwickler - Durabrik

Verbindungen. Tatendrang. Zwei Begriffe, die nach Ansicht von Joost Callens, CEO des Bauunternehmens Durabrik, das Wesen Unternehmertums zum Ausdruck bringen. Diese Begriffe beziehen sich auch auf die Handlungen von Menschen. „Zahlen sind selbstverständlich wichtig, aber durch die Fokussierung auf persönliche Entwicklungen und Gruppendynamik werden bessere Ergebnisse erzielt“

In der rauen Welt von Bauherren und Bauunternehmern spricht Callens von Engagement und Selbstverwirklichung, Geborgenheit und sogar von Liebe: „Bauen beginnt beim Menschen. Mitarbeiter, Kunden, Bauunternehmer, Geschäftspartner. Gemeinsam erzeugen sie eine Aufwärtsspirale: Wenn man bereit ist zu entdecken, wer man ist und wie man sich in eine Gruppe integriert, ist man optimal mit seiner Arbeit verbunden. Zuerst sollte man also nach innen schauen, um besser nach außen blicken zu können. Das hilft dem Unternehmen, die Marktstrategie wird stärker und die Zusammenarbeit wird optimiert. Und das führt nicht nur zu zufriedenen Kunden, sondern macht sie auch zu Botschaftern. Es ist eine Art von Schwungrad, das – wenn es einmal in Gang gesetzt wurde – sich ständig weiterdreht.“

Bauteam: geschmeidiges Getriebe

Der Mensch an erster Stelle – diesbezüglich gibt es auf dem Bausektor noch einiges zu tun. Es klingt nach einem Marketingklischee, Callens ist jedoch davon überzeugt: „Menschen, die sich trauen, bei der Arbeit sie selbst zu sein, können sich besser in den Kunden hineinversetzen. Äußerst wichtig ist, dass alle Parteien auf der Baustelle gemeinsam ein geschmeidiges Getriebe bilden. Das ist eine tägliche Herausforderung. Wir haben einen Mitarbeiter, der nur eine Aufgabe hat: Die Beziehungen zu unseren Subunternehmern zu pflegen. Nicht hinsichtlich der Preisfestsetzung oder der Planung, sondern um dafür zu sorgen, dass unsere Vision und unsere Vorgehensweise geteilt werden. Das ist vor allem eine Frage des Zuhörens. Das geht mit zusätzlichen Kosten einher, bringt uns aber viel Gewinn hinsichtlich Verständnis, Vertrauen, Energie und Tatendrang.“


Intelligent wohnen in einem nachhaltigen Umfeld

Bei dieser Vision und Vorgehensweise liegt der Schwerpunkt auf Gemeinsamkeit, nicht auf Wachstum. Denn wenn das „Schwungrad“ der Zusammenarbeit erst einmal in Gang gesetzt wurde, kommt auch das Wachstum, weiß Callens aus Erfahrung. Themen wie Nachhaltigkeit und ein sozialverträgliches Unternehmen stehen bei ihm hoch auf der Tagesordnung: „Nachhaltigkeit hat verschiedene Ebenen. Ein intelligentes Zuhause muss bezüglich des Energie- und Materialverbrauchs nachhaltig sein und hinsichtlich Vielfalt, Mobilität und Partizipation in ein intelligentes Wohnumfeld passen. Nachhaltigkeit hat mit Wohlbefinden zu tun. Im Idealfall können wir ein Wohngebäude so bauen, dass Menschen in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Lebensphase – Alleinlebende, Familien mit Kindern, Mehrgenerationenhäuser – sich dort immer zu Hause fühlen.“

Sorglos wohnen

„Der Aufstieg der „Sharing Economy“ wirkt sich auf unsere Art zu wohnen aus“, sagt Callens. „So kann man gemeinsam Energie auf nachhaltige Weise erzeugen und nicht jedes Haus braucht einen Garten mit Gartenlaube und Rasenmäher. Bei Neubauprojekten teilen wir Gärten auch nicht länger auf, und wir liefern Projekte mit Standard-Solarmodulen auf allen Dächern ab. Andererseits verstehe ich, dass Menschen Wert auf ihre Privatsphäre legen. Die bestehende Wohnstruktur wird sich also vorläufig nicht ändern. Man kann jedoch immer öfter feststellen, dass Kunden eine Rundumversorgung wünschen. Mein Idealbild ist, dass Menschen einen Festbetrag pro Monat bezahlen und dass wir alles in punkto Wohnen regeln: die Technik, die Finanzierung, die Wartung usw. Dann können wir alle Material- und Energieströme verfolgen und eine optimale Nachhaltigkeit erreichen. Und die Bewohner können sorglos wohnen.“

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